Reef Garbage ist aus einem ganz konkreten Problem entstanden: In der Riffaquaristik entstehen die meisten Schwierigkeiten nicht durch ein einzelnes „großes“ Ereignis, sondern durch eine Reihe kleiner Entscheidungen ohne Kontext. Man passt die Karbonathärte (KH) an, ändert eine Routine, stellt die Strömung um, füttert etwas mehr … und zwei Wochen später weiß man nicht mehr genau, was sich geändert hat – und was die Situation tatsächlich verbessert (oder verschlechtert) hat.
Das kennen wir alle: Wasserwerte in einer Notiz-App, Fotos irgendwo im Handy, Tests „wenn man Zeit hat“, Geräteeinstellungen, die man sich eigentlich merken wollte … bis der Tag kommt, an dem man eine Entwicklung verstehen muss – und merkt, dass der Verlauf fehlt.
Reef Garbage existiert, um genau das zu lösen. Die Idee ist nicht, „noch eine App“ zu bauen, sondern Riffaquarianern ein einfaches und stimmiges System zu geben, um ihr Becken langfristig zu verfolgen – und bessere Entscheidungen zu treffen.
Unser Ansatz ist bewusst pragmatisch: messen, dokumentieren, verstehen, anpassen. Keine Magie, keine schwammigen Versprechen, keine universellen Ratschläge, die die Realität des Beckens ignorieren. Ein Riffaquarium bleibt ein lebendes Ökosystem: variabel, manchmal unvorhersehbar. Was aber fast immer hilft, ist Kontinuität: regelmäßiges Tracking, eine klare Spur der Maßnahmen und eine leicht verständliche Darstellung der Trends.
Konkret bündelt Reef Garbage an einem Ort, was man sonst mühsam verteilt verwaltet: die Überwachung der Wasserwerte (pH, KH, Ca, Mg, NO3, PO4, Salinität …), einen gut lesbaren Verlauf zur Bewertung von Stabilität und Trends, ein Logbuch für Beobachtungen und Eingriffe, die Verwaltung der Technik (Beleuchtung, Strömung, Dosierung, Abschäumer …) sowie Wartungserinnerungen, die helfen sollen, ohne zu nerven.
Das Ziel ist nicht, unnötige „Gadget-Features“ zu stapeln. Das Ziel ist, das Becken besser „steuerbar“ zu machen: zu verstehen, was sich ändert, wann es sich ändert – und was tatsächlich einen Effekt hatte. Denn in der Riffaquaristik sind es selten die großen Entscheidungen, die ein Becken retten. Es sind die kleinen, konsequenten Entscheidungen, die wiederholt werden und über die Zeit nachvollziehbar bleiben.
Reef Garbage richtet sich sowohl an Einsteiger, die typische Fehler vermeiden möchten, als auch an fortgeschrittene Riffaquarianer, die stabilisieren, optimieren und sauber dokumentieren wollen. Wenn du dein Becken lieber verstehen willst, statt es nur „zu ertragen“, bist du hier richtig.
Und ja: Es gibt „Trashy den Verwüster“. Nicht nur als Maskottchen, sondern als bewusst leicht provokante Erinnerung an eine einfache Wahrheit: Riffaquaristik verzeiht Ungenauigkeit selten. Trashy ist da, um dich zu motivieren, zu dokumentieren, zu strukturieren und das zu wiederholen, was funktioniert – statt nach Gefühl zu navigieren.
Klarheit vor Komplexität: Wenn eine Information nicht bei Entscheidungen hilft, hat sie hier nichts zu suchen.
Stabilität > Performance: Ein stabiles Becken schlägt immer ein Becken, das ständig „gepusht“ wird.
Kontext, immer: Eine Zahl allein bedeutet ohne Verlauf und ohne Maßnahmenkontext nichts.
Pragmatismus: Keine Dogmen, keine „universellen Rezepte“, sondern nützliche Werkzeuge.
Kontinuierliche Weiterentwicklung: Die App wird anhand der Praxis verbessert, nicht anhand von Trends.
Werte-Tracking + klarer Verlauf
Logbuch und Maßnahmen-Protokoll
Verwaltung von Technik und Routinen
Konfigurierbare Wartungserinnerungen
Trend-Erkennung und intelligente Hinweise (Drift, Instabilität, Inkonsistenzen)
Kontextbezogene Empfehlungen (basierend auf deinen Daten, nicht auf generischen Regeln)
Besatz-/Volumen-/Anforderungs-Check (Fische, Korallen, Wirbellose) mit „begründeten“ Warnhinweisen
Schrittweise Anbindung von Geräten und Sensoren (IoT) zur Datensammlung
Geführte Automatisierungen (Dosierung, Routinen, Wasserwechsel) mit Sicherheitsmechanismen
Erweiterte Analyse-Module (z. B. Korrelationen: Maßnahmen → Effekte, nicht umgekehrt)